Nach 32 Jahren endet „Unter uns“. Bezüglich der Nachfolge auf dem gewohnten Sendeplatz hält sich der Sender vorerst bedeckt. Ein Sprecher von RTL erklärt auf Anfrage von FOCUS online: „Wir entwickeln unsere Programmstrecken am Nachmittag und frühen Vorabend kontinuierlich weiter. Über konkrete Programmplanungen, Formate und Starttermine werden wir zu gegebener Zeit informieren.“

Ein generelles Aus für tägliche Serien bedeute der Abschied von der Schillerallee jedoch keineswegs: „Die Entscheidung zu ‚Unter uns‘ ist eine spezifische Programmentscheidung für diese Marke. Daily Fiction bleibt ein wichtiger Bestandteil unseres Programms“, stellt der Sprecher klar.
Entwarnung für „Alles was zählt“ und „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“
Für Fans und die Branche gibt es bezüglich der übrigen Formate damit Entwarnung: „Mit ‚Alles was zählt‘ und ‚Gute Zeiten, schlechte Zeiten‘ setzen wir die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der UFA bei zwei starken täglichen Serien fort.“
Statt übereilter Ankündigungen zur neuen Programmstruktur liege die Priorität in Köln derzeit darauf, das Format zu würdigen: „Aktuell steht für uns im Vordergrund, die mehr als 30-jährige Erfolgsgeschichte von ‚Unter uns‘ und die außergewöhnliche Leistung aller Beteiligten angemessen zu würdigen“, heißt es weiter.

UFA prüft Weiterführung von „Unter uns“ auf neuen Plattformen
Ein endgültiges Ende muss die RTL-Entscheidung für „Unter uns“, wo kürzlich eine gestorbene Figur ihr Comeback feierte, jedoc noch nicht bedeuten. Die verantwortliche Produktionsfirma UFA Serial Drama gibt die Marke keineswegs auf und sucht bereits nach neuen Wegen.
UFA-CEO Sascha Schwingel macht den Zuschauern Hoffnung: „‚Unter uns‘ ist weit mehr als eine tägliche Serie. Die Schillerallee ist seit über 30 Jahren ein Ort für Figuren und Geschichten, die Millionen von Menschen begleiten.“ Das Unternehmen prüft derzeit intensiv alternative Ausstrahlungsmodelle, um die Serie ab 2027 auf anderen Sendern oder digitalen Plattformen fortzuführen.
Ob das die Zuschauer beruhigt? Viele „Unter uns“-Fans gehen auf Social Media auf die Barrikaden und ärgern sich dabei besonders über die Fortsetzung der Stefan-Raab-Formate.
